Medienpreis 2013 – die Gewinner

Zeitungen und Online-Produktionen waren die großen Gewinner beim 3. Coburger Medienpreis, der an diesem Donnerstag in Coburg verliehen wurden. Dabei wurden in feierlichen Rahmen von einer namhaften Jury in drei Kategorien jeweils nationale und oberfrankenweite Preisträger gekürt. Der Coburger Medienpreis wird seit 2011 jährlich vom Medienclub Coburg verliehen. In diesem Jahr hatten sich über 100 Journalisten und Kreative aus ganz Deutschland beworben.

Den begehrten Preis in der Kategorie Wellenschläger national holte sich eine Fernsehproduktion: Kund Vetten von der dafacto medienagentur Leipzig siegte mit seiner ARD-Reportage „Wie billig kann Bio sein?“ über die Produktionsbedingungen von Bio-Lebensmitteln. Der Filmemacher hatte damit eine intensive gesellschaftliche Diskussion über Bio- Lebensmittel ausgelöst. Den nationalen Preis in der Kategorie Schöpfung gewann Iwan Ittermann und Robert Willmann vom Warum Verlag Berlin für sein monatliches +3 Magazin der FAZ. Die Jury würdigte damit die beispielhafte Verknüpfung von Online und Print sowie die starke Einbindung der Leser. Der nationale Nachwuchspreis ging an Fritz Habekuß aus Dortmund. Der junge Journalist hatte die Jury mit seiner Multimediaproduktion „Was für ein Theater – so arbeitet ein großes Schauspielhaus“ für Spiegel Online überzeugt. Nominiert für den Coburger Medienpreis national waren unter anderem auch Arbeiten von der Mainpost aus Würzburg, von Radio Fritz aus Berlin, der Süddeutschen Zeitung, dem Spiegel, der taz oder auch eine neue Plattform über den Einfluss von Lobbygruppen auf die EU- Politik.

Der Coburger Medienpreis Oberfranken ging zweimal an die Neue Presse Coburg: Volker Friedrich holte sich den Wellenschläger mit seiner Serie über ein falsches Gutachten zur Werrabahn, Dr. Alexandra Paulfranz gewann den Nachwuchspreis mit ihrer Reihe über Gewalt in Coburg. Den Coburger Medienpreis in der Kategorie Schöpfung sicherte sich Sabine Witter aus Rödental für den vierten Teil des Lesebuchs Digitales Stadtgedächtnis. Die Nominierten für den Coburger Medienpreis Oberfranken kamen unter anderem auch von TVOberfranken, dem Coburger Tageblatt gemeinsam mit Radio EINS und iTVCoburg, dem Nordbayerischen Kurier und dem Obermain- Tageblatt. Außerdem waren auch eine Internetplattform für Bierliebhaber eine Hörspielserie und ein Schülerproduktion vom Arnold-Gynmasium nominiert. 

Die Jury bestand aus dem renommierten Professor und früheren Journalisten Prof. Michael Haller, Marcel Tuljus von der Bayerischen Medien Service GmbH aus Nürnberg und Wolfram Porr vom Bayerischen Rundfunk aus München. Insgesamt waren über 100 Bewerbungen von Journalisten, Filmemachern und aus der Kreativwirtschaft eingegangen. Der Coburger Medienpreis wird seit 2011 jährlich vom Medienclub Coburg vergeben und ist mit insgesamt 3750 Euro dotiert.

Auch das Programm der festlichen Medienpreisverleihung vor fast 200 Gästen im überfüllten Kino Utopolis hatte es in sich: die Moderation übernahm das Kabarett-Duo „Senkrecht & Pusch“ aus München, das in diesem Jahr für den Prix Pantheon nominiert ist. Außerdem wurden wie schon im Vorjahr die beliebtesten Darsteller des Landestheaters Coburg von Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner mit Publikumspreisen ausgezeichnet. Die Gewinner heißen Frederik Leberle im Bereich Schauspiel, Benjamin Werth beim Musiktheater und Emiliy Downs für das Ballett. Im Anschluss an die Preisverleihung fand bis in die Morgenstunden zudem eine after-show-Party in einem Coburger Club statt. Und bereits im Vorfeld hatten Journalisten aus der Region mit Professor Haller über das Thema „Ist (guter) Journalismus noch bezahlbar?“ diskutiert.

Veranstalter des Coburger Medienpreises war auch in diesem Jahr der Medienclub Coburg e.V. Hauptsponsoren sind die BayME, die Sparkasse Coburg – Lichtenfels, die VR-Bank Coburg, die Wirtschaftsjunioren und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg. 

Übersicht aller bisherigen Gewinner von 2011 bis 2013

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